Der 8.Mai 1945 im Raum Passau

Seitens der US Airforce wurden im Gebiet Hauzenberg und Passau Tieffliegerangriffe auf Zivilisten durchgeführt. In fast jedem Ort wurden Zivilgebäude attackiert. Mehrfach wurden Frauen vergewaltigt. Plünderungen von US-Soldaten waren in dieser Zeit an der Tagesordnung.

Die Bevölkerung war wehrlos und dies wurde ausgenutzt. Es war zu keiner Zeit eine Befreiung sondern eine Besetzung. Viele Einwohner des heutigen Landkreis Pa/FRG wurden 1945 allerdings von Ihrem Leben „befreit“. Wenn eine Frau Rossmussen in der örtlichen Zeitung von Befreiung spricht, so klingt das wie Hohn. Diese Anbiederung an die Feinde unserer Eltern und Grosseltern ist grotesk und widerspricht allen normalen menschlichen Empfindungen.

Der 8.Mai 1945 ist für uns ein Tag der Trauer. Mehrere Mitglieder meiner Familie waren im Kampf gegen den Bolschewismus und seiner Verbündeten beteiligt. Ein Onkel fiel bei der Verteidigung des Baltikums an der Seite seiner esthnischen Kameraden. Wir gedenken aller deutschen Opfer und verneigen uns vor Ihnen. Das Gedenken der Opfer anderer Nationen überlassen wir den jeweiligen Völkern.

3 Antworten zu “Der 8.Mai 1945 im Raum Passau

  1. In diesen Tagen

    In diesen Tagen kapitulierte vor 65 Jahren die Wehrmacht am 8./9. Mai 1945. Dazu einige Fakten und Fragen:

    1. Die Direktive der US Joint Chiefs of Staff an den Oberbefehlshaber der US Besatzungstruppen in Deutschland vom April 1945 (JCS 1067) sagt unter „Grundlegende Ziele der Militärregierung in Deutschland / Basic Objectives of Military Government in Germany“ u.a.:

    „Deutschland wird nicht besetzt zum Zwecke der Befreiung sonder als besiegter Feindstaat.“

    Germany will not be occupied for the purpose of liberation but as a defeated enemy nation.“

    2. Gemäß bisher nicht widerlegten Angaben in: Heinz Nawratil Die deutschen Nachkriegsverluste –Vertreibung, Zwangsarbeit, Kriegsgefangenschaft, Hunger, Stalins deutsche KZs, Ares-Verlag, Graz 2008, S. 87f., gab es diese deutschen Diktatur- und Kriegsopfer:

    Opfer des Bombenkriegs
    annähernd 600 000

    Militärverluste (Schätzungen von 3 bis 5,5 Millionen, gemittelt)
    4 250 000

    Zusammen
    5 145 000

    Die Nachkriegsverluste betrugen als:

    Opfer der Hungerpolitik
    4 000 000

    Vertreibungsopfer
    2 800 000

    Tote unter Kriegsgefangenen
    1 600 000

    Opfer der Roten Armee in Mitteldeutschland / Österreich
    300 000

    Tote in sowjetischen KZs / Gefängnissen in Mitteldeutschland
    100 000

    Zusammen
    8 800 000

    3. Noch in den Letzten Monaten des Krieges wurden durch Terrorbombardements Kleinodien deutscher Kultur, wie Dresden, Potsdam, Würzburg in Schutt und Asche gelegt. Sie waren unverteidigt und ohne militärische Bedeutung.
    1944/45 wurden allein von sowjetischen Soldaten 1,4 bis 2 Millionen Frauen und Mädchen vergewaltigt (Ingo von Münch, Frau, komm!, Ares-Verlag 2009, S. 15).

    4. Was spricht angesichts dieser Fakten (außer für politisch, rassisch oder religiös Verfolgte) für einen „Tag der Befreiung“? Ignoranz, Opportunismus, Zynismus?
    George Orwell sagte in „1984“ in einem totalitären Staat die Umkehrung von Wortbedeutungen als „Neusprech“ voraus. Ein Jahr später sprach zum 8. Mai 1985 ein Bundespräsident von „erzwungener Wanderschaft“ und vom „Tag der Befreiung“.

    Manfred Backerra

    Quelle:
    http://www.swg-hamburg.de/

  2. Anbei ein Leserbrief aus der allgemeinen Zeitung, Windhoek

    Würdelos in Moskau
    Betr.: „Russland feiert Sieg über Hitler“ (AZ, 10. Mai 2010)
    Laut Medienberichten hat Bundeskanzlerin Merkel bei ihrem Besuch in Moskau am 8. Mai 2010 einen Kranz am Grab des unbekannten Soldaten niedergelegt. Daran ist nichts auszusetzen. Wohl aber dagegen, dass sie als Regierungschefin des Landes, das besiegt worden ist, offiziell an der Feier der Sieger zum 65-jährigen Gedenken ihres Sieges über Deutschland teilgenommen hat.

    Sie saß mit Vertretern anderer Siegernationen auf der Ehrentribüne an der Seite des russischen Regierungschefs und feierte mit den Siegern, dass Deutschland (Merkels Vaterland ?) 1945 besiegt worden war. Und das ausgerechnet an dem Platz, über den 1943 (Stalin-grad) und 1945 gefangene, halb verhungerte deutsche Soldaten im Triumphzug mitgetrieben wurden, um danach Jahre in Gefangenschaft und Zwangsarbeit zu verbringen oder an den elenden Bedingungen zugrunde zu gehen. Die letzten Kriegsgefangenen kehrten erst nach neun Jahren zurück! Hat Merkel das nicht gewusst?

    Die Kanzlerin dankte der Sowjetunion und ihren Verbündeten, dass sie Deutschland vom Nazi-Regime befreit hätten. Das entspricht nicht den historischen Tatsachen. Ich bin Zeitzeuge und habe miterlebt und miterlitten, was damals geschah: Die Sieger von 1945 kamen nicht als Befreier! Das hat der Oberbefehlshaber der alliierten Streitkräfte, General Eisenhower, wenige Tage nach der Kapitulation im Mai 1945 ausdrücklich offiziell bekannt gegeben. In Wirklichkeit wollten die Sieger Deutschland politisch, militärisch und wirtschaftlich so schwächen, dass es keine Rolle in der Welt mehr spielen könnte. Sie wollten es großer Gebiete, seiner Industrie und seiner Patente berauben, es bestrafen und die Deutschen zu schuldbeladenen, gefügigen und würdelosen Wesen umerziehen. Die angebliche Befreiung von der Nazi-Herrschaft wurde damit hinfällig. Leider durften damals die Deutschen die Nazi-Zeit nicht selbst aufarbeiten.

    Die Kapitulation am 9. Mai 1945 brachte für Deutschland daher keine Befreiung, sondern eine Gewaltherrschaft der Sieger. Die Bestimmungen der Haager Landkriegsordnung, der Genfer Konvention oder der UNO-Charta über Menschenrechte wurden von allen Besatzern gebrochen. Sie erklärten sogar, dass diese für die Besiegten nicht gälten. Die Russen waren die Schlimmsten. Sie plünderten, mordeten und vergewaltigten. Nach der Kapitulation kamen durch die Handlungen und Verbrechen aller Besatzungsmächte noch über acht Millionen Deutsche um. Dies ist eine amtliche Mindestzahl von belegten Fällen des Statistischen Bundesamts. Die Dunkelziffern liegen weitaus höher.

    Die Kanzlerin hat möglicherweise davon nichts erfahren. Seit der Wiedervereinigung gibt es aber die Möglichkeit, sich ausgiebig zu informieren. Noch vor fünf Jahren, beim 60-jährigen Gedenken der Kapitulation, wurden die Untaten der Russen bei Ansprachen von deutschen Politikern offen genannt. Die Kanzlerin müsste daher wissen, dass es zwei Varianten der deutschen Geschichte gibt: Die falsche, von den Siegern neu geschriebene Geschichte über die Alleinschuld Deutschlands an beiden Weltkriegen, und die wahre Geschichte. Die Kanzlerin müsste auch wissen, dass es nach internationalem Recht keine Kollektivschuld gibt. So wie heute beim Internationalen Gerichtshof in Den Haag nur die Haupttäter und Verantwortlichen für die Völkermorde in Jugoslawien und Uganda angeklagt werden, wurde auch 1945/46 beim Nürnberger Kriegsverbrecher-Prozess vorgegangen. Das deutsche Volk wurde nicht angeklagt und ist daher unschuldig.

    Im Hintergrund schütteln die Sieger ihre Köpfe über die Einfältigkeit der Kanzlerin und der deutschen politischen Klasse, die an die falsche Variante der deutschen Geschichte glauben und auf Basis einer Mentalität der Schulkultur handeln. Die Sieger „nützen die günstige Gelegenheit“.

    Karl Rudolf Sievers, Windhoek

  3. Hallo, ich kann Cherusker2 nur zustimmen. Wahrscheinlich bewegen sich aber die Zahlen am unteren Ende.

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